Zum Tag der Trittsteinbiotope am 17. Oktober macht der Naturschutzbund Österreich auf die Bedeutung kleiner, naturnaher Flächen aufmerksam. Schon ein Gartenteich, eine wilde Ecke oder eine heimische Hecke können entscheidend dazu beitragen, die Artenvielfalt zu erhalten.

Kleine Lebensräume verbinden die Natur
Straßen, Siedlungen und intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen zerschneiden zunehmend die natürlichen Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Dadurch wird es für viele Arten schwieriger, neue Lebensräume zu erreichen oder zwischen bestehenden Gebieten zu wandern.
Hier kommen sogenannte Trittsteinbiotope ins Spiel. Dabei handelt es sich um kleinere Naturflächen, die als Zwischenstationen zwischen größeren Lebensräumen dienen.
Sie bieten Insekten, Vögeln, Amphibien und anderen Tieren Nahrung, Schutz und Rastmöglichkeiten. Gleichzeitig erleichtern sie die Ausbreitung von Pflanzen und den genetischen Austausch zwischen verschiedenen Populationen.
Auch der eigene Garten kann helfen
Wie der Naturschutzbund betont, muss ein wertvoller Lebensraum keineswegs groß sein. Schon einfache Maßnahmen im eigenen Garten können einen wichtigen Beitrag leisten.
Besonders hilfreich sind heimische Wildblumen, naturnahe Hecken, ungemähte Wiesenbereiche sowie Laub- und Totholzhaufen. Auch alte Bäume, kleine Gartenteiche und offene Bodenstellen bieten zahlreichen Tierarten wichtige Rückzugs- und Lebensräume.
Naturschutzbund-Expertin Carolina Trcka-Rojas weist darauf hin, dass vor allem abwechslungsreich gestaltete Gärten für viele verschiedene Arten wertvoll sind.
Bedeutung auch für das Marchfeld
Gerade in landwirtschaftlich geprägten Regionen wie dem Marchfeld können naturnahe Flächen eine wichtige Rolle spielen. Blühstreifen entlang von Feldern, Feldgehölze, Hecken und kleine Gewässer schaffen zusätzliche Lebensräume und können bestehende Naturflächen miteinander verbinden.
Auch Privatgärten und Grünflächen in Gemeinden können Teil eines solchen ökologischen Netzwerks werden.
Jeder kleine Beitrag zählt
Ein einzelner Blühstreifen oder Gartenteich kann große natürliche Lebensräume zwar nicht ersetzen. Viele kleine Naturinseln können gemeinsam jedoch ein wertvolles Netzwerk bilden.
Der Naturschutzbund erinnert deshalb zum Tag der Trittsteinbiotope daran, dass Artenschutz nicht ausschließlich in großen Schutzgebieten stattfindet. Auch kleine, bewusst naturnah gestaltete Flächen können einen wichtigen Unterschied machen.
Die Botschaft: Wer der Natur auch auf kleinen Flächen Platz lässt, hilft dabei, heimische Tiere und Pflanzen langfristig zu schützen.
Quelle: Naturschutzbund Österreich, Presseaussendung vom 15. Oktober 2026.


