Die Paketabgabe in Österreich sorgt für Diskussionen im Onlinehandel. Besonders große Versandhändler und Online-Marktplätze stehen dabei im Mittelpunkt. Für Konsumentinnen und Konsumenten kann es sich lohnen, genauer hinzusehen und Produkte direkt bei kleineren Onlineshops zu bestellen.

Große Onlineplattform oder kleiner Onlineshop?
Viele Menschen kaufen regelmäßig im Internet ein. Große Verkaufsplattformen bieten eine enorme Produktauswahl und ermöglichen es zahlreichen kleineren Unternehmen, ihre Waren einem breiten Publikum anzubieten.
Was viele Käuferinnen und Käufer jedoch nicht wissen: Zahlreiche dieser Händler betreiben zusätzlich einen eigenen Onlineshop.
Das bedeutet, dass ein Produkt häufig nicht nur über einen großen Marktplatz, sondern auch direkt beim jeweiligen Unternehmen erhältlich ist.
Gerade im Zusammenhang mit einer Paketabgabe kann sich ein Vergleich der unterschiedlichen Bestellmöglichkeiten lohnen.
Paketabgabe: Welche Unternehmen sind betroffen?
Seit 1. Oktober 2026 gilt zwei Euro pro Paket, was bei einer Weiterverrechnung zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer einem Betrag von 2,40 Euro entsprechen würde.
Im Mittelpunkt stehen große Versandhandelsunternehmen und Online-Marktplätze, die bestimmte gesetzliche Umsatzgrenzen überschreiten.
Für Konsumentinnen und Konsumenten ist dabei entscheidend, ob und in welcher Form zusätzliche Kosten tatsächlich an sie weitergegeben werden.
Eine Paketabgabe bedeutet nämlich nicht automatisch, dass jede Bestellung bei einem großen Anbieter um exakt 2,40 Euro teurer wird.
Direkt beim kleinen Händler bestellen
Ein einfacher Einkaufstipp kann helfen, mögliche Zusatzkosten zu vermeiden: Wer ein Produkt auf einer großen Onlineplattform entdeckt, sollte nachsehen, ob der jeweilige Händler auch einen eigenen Onlineshop betreibt.
Dort lässt sich das gewünschte Produkt möglicherweise direkt bestellen.
Das kann mehrere Vorteile haben:
- Mögliche zusätzliche Gebühren lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen vermeiden.
- Kleinere Unternehmen profitieren unmittelbar von der Bestellung.
- Der unabhängige Onlinehandel wird gestärkt.
- Kundinnen und Kunden können Preise und Versandbedingungen direkt vergleichen.
Wichtig ist dabei, nicht nur auf den Produktpreis zu achten. Auch Versandkosten, Lieferzeiten, Rückgabebedingungen und Zahlungsmöglichkeiten sollten in die Kaufentscheidung einfließen.
Kleine Unternehmen und regionalen Handel unterstützen
Gerade für kleinere Unternehmen ist der eigene Onlineshop ein wichtiger Vertriebskanal.
Während große Verkaufsplattformen häufig Gebühren und Provisionen für vermittelte Verkäufe verlangen, können Händler bei einer Direktbestellung einen größeren Teil des Verkaufserlöses behalten.
Davon können auch regionale Betriebe aus Niederösterreich und dem Marchfeld profitieren.
Wer bewusst bei kleineren Unternehmen einkauft, unterstützt damit die Vielfalt im Handel und trägt dazu bei, dass unabhängige Anbieter langfristig bestehen können.
Unser Einkaufstipp: Erst vergleichen, dann bestellen
Bevor man eine Bestellung über einen großen Online-Marktplatz abschließt, lohnt sich eine kurze Suche nach dem ursprünglichen Händler.
Vielleicht bietet dieser das gewünschte Produkt auch direkt über seine eigene Internetseite an.
Ob sich dadurch tatsächlich Geld sparen lässt, hängt vom Gesamtpreis, den Versandbedingungen und einer möglichen Abgabenpflicht ab.
Fazit: Wer Preise vergleicht und kleinere Onlineshops berücksichtigt, kann möglicherweise zusätzliche Kosten vermeiden und gleichzeitig den unabhängigen Handel unterstützen.
Ein bewusster Einkauf muss nicht kompliziert sein – manchmal genügt bereits ein zusätzlicher Blick auf den Onlineshop des Händlers.
❤️ Warum also nicht zuerst beim Händler selbst nachsehen, bevor man über eine große Plattform bestellt?
Ein Preisvergleich inklusive Versandkosten lohnt sich auf jeden Fall!
Hier findet Ihr Onlineshops in unserem Wirtschaftsverzeichnis.


