Niederösterreich setzt auf digitale Unterstützung bei Gesundheitsfragen: Mit dem neuen „Tut gut!“-Gesundheitsassistenten steht ab sofort ein kostenloses KI-Angebot zur Verfügung. Der digitale Helfer soll verlässliche Gesundheitsinformationen liefern, Falschinformationen entgegenwirken und die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken.
Niederösterreich präsentiert neuen digitalen Gesundheitsassistenten
Wer gesundheitliche Beschwerden hat oder sich über ein bestimmtes Gesundheitsthema informieren möchte, sucht häufig zuerst im Internet nach Antworten. Doch nicht alle Informationen, die online zu finden sind, sind wissenschaftlich fundiert oder medizinisch zuverlässig.
Genau hier setzt der neue digitale Gesundheitsassistent der Initiative „Tut gut!“ an. Am 19. Oktober 2026 wurde das Angebot im NÖ Landhaus in St. Pölten offiziell vorgestellt.
Landesrat Anton Kasser präsentierte das Projekt gemeinsam mit Gesundheitskompetenzexpertin Edith Flaschberger, Projektleiterin Alexandra Benn-Ibler und Wolfgang Hemmerich, Geschäftsführer der k25 Werbeagentur.
Ziel ist es, der Bevölkerung einen unkomplizierten Zugang zu verständlichen und überprüften Gesundheitsinformationen zu ermöglichen.
Künstliche Intelligenz mit geprüfter Wissensbasis
Im Unterschied zu vielen herkömmlichen KI-Chatbots greift der neue „Tut gut!“-Gesundheitsassistent nicht auf eine laufende Internetsuche zurück.
Stattdessen verwendet das System eine eigens zusammengestellte Wissensbasis mit wissenschaftlich fundierten Informationen ausgewählter Partnerorganisationen aus dem Gesundheitsbereich.
Damit soll verhindert werden, dass unzuverlässige Internetquellen oder ungeprüfte Behauptungen als medizinische Fakten dargestellt werden.
Die künstliche Intelligenz verarbeitet die hinterlegten Informationen und beantwortet Gesundheitsfragen in einer möglichst verständlichen Sprache.
Allerdings gilt auch hier: KI-generierte Antworten können Fehler enthalten. Bei medizinischen Unsicherheiten ist weiterhin eine fachliche Abklärung wichtig.
Schwerpunkt auf allgemeiner und mentaler Gesundheit
Zum Start konzentriert sich der digitale Gesundheitsassistent auf zwei wesentliche Themenbereiche:
- Allgemeine Gesundheit und Gesundheitsvorsorge
- Mentale Gesundheit und psychisches Wohlbefinden
Nutzerinnen und Nutzer können Fragen zu diesen Bereichen stellen und erhalten Informationen auf Grundlage der hinterlegten Wissensdatenbank.
Der Gesundheitsassistent soll dabei helfen, gesundheitliche Zusammenhänge besser zu verstehen und sich mit wichtigen Vorsorgethemen auseinanderzusetzen.
Gerade beim Thema mentale Gesundheit kann ein leicht zugängliches Informationsangebot eine erste Orientierung bieten.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung oder medizinische Diagnosen
Die Verantwortlichen betonen ausdrücklich, dass der neue Gesundheitsassistent keine ärztliche Beratung ersetzen soll.
Das System darf weder medizinische Diagnosen stellen noch konkrete Therapieempfehlungen aussprechen.
Vielmehr versteht sich das Angebot als digitaler Wegweiser, der Menschen bei der Suche nach verständlichen Gesundheitsinformationen unterstützt.
Bei Beschwerden, Erkrankungen oder Fragen zu einer Behandlung bleibt die persönliche Beratung durch medizinisches Fachpersonal unverzichtbar.
Kostenlos und rund um die Uhr erreichbar
Ein wesentlicher Vorteil des neuen Angebots ist die einfache Verfügbarkeit.
Der digitale Gesundheitsassistent kann jederzeit über einen Webbrowser genutzt werden. Eine Installation zusätzlicher Software ist nicht notwendig.
Laut den Projektverantwortlichen werden Fragen und Antworten anonym behandelt.
Das Angebot ist kostenlos und steht rund um die Uhr zur Verfügung.
Damit können sich Interessierte unabhängig von Öffnungszeiten über verschiedene Gesundheitsthemen informieren.
Gesundheitskompetenz in Niederösterreich stärken
Mit dem neuen digitalen Angebot möchte Niederösterreich auch die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung verbessern.
Darunter versteht man die Fähigkeit, Gesundheitsinformationen nicht nur zu finden, sondern auch richtig zu verstehen, kritisch zu beurteilen und im Alltag sinnvoll anzuwenden.
Edith Flaschberger von der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz verwies bei der Präsentation darauf, dass verständliche Gesundheitsinformationen eine wichtige Voraussetzung für selbstbestimmte Entscheidungen sind.
Auch Landesrat Anton Kasser betonte die Bedeutung verlässlicher Informationen. Besonders im Internet sei es häufig schwierig, wissenschaftlich fundierte Inhalte von irreführenden Behauptungen zu unterscheiden.
Der neue Gesundheitsassistent soll deshalb Orientierung bieten und einen Beitrag zum bewussteren Umgang mit Gesundheitsinformationen leisten.
Digitalisierung als Unterstützung im Gesundheitsalltag
Der Einsatz künstlicher Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten, Informationen schneller und einfacher zugänglich zu machen.
Entscheidend ist dabei jedoch die Qualität der verwendeten Daten.
Mit dem neuen „Tut gut!“-Gesundheitsassistenten verfolgt Niederösterreich einen Ansatz, bei dem nicht die möglichst große Menge an Informationen im Mittelpunkt steht, sondern deren wissenschaftliche Grundlage.
Das digitale Angebot soll Menschen dabei unterstützen, Gesundheitsfragen besser einzuordnen und sich mit der eigenen Gesundheitsvorsorge auseinanderzusetzen.
Hier geht es zum neuen Gesundheitsassistenten
Der neue „Tut gut!“-Gesundheitsassistent ist ab sofort kostenlos verfügbar.
Direkter Zugang: https://chat.noetutgut.at
Weitere Informationen zur Gesundheitsvorsorge in Niederösterreich: https://www.noetutgut.at
Quelle: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Presseinformation vom 19. Oktober 2026.


