Niederösterreich präsentiert neue Tourismusstrategie 2030+: Mehr Gäste, höhere Qualität und weniger Bürokratie

Mehr Gäste, weniger Bürokratie und eine stärkere Position als Ganzjahresdestination: Niederösterreich hat seine neue Tourismusstrategie 2030+ vorgestellt.

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Niederösterreich stellt seinen Tourismus für die kommenden Jahre neu auf. Mit der „Tourismusstrategie Niederösterreich 2030+“ sollen Betriebe entlastet, die Qualität der Angebote weiter gesteigert und zusätzliche Gäste aus dem In- und Ausland gewonnen werden. Besonders die Regionen sollen davon profitieren.

Neue Tourismusstrategie Niederösterreich 2030+ für Urlaub und Ausflugstourismus
Bei der Pressekonferenz im Millenniumssaal (v.l.n.r.): Wirtschaftskammer NÖ Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Ferdinand Schachner. © NLK Burchhart

Die neue Tourismusstrategie wurde am Dienstag, 6. Oktober, im NÖ Landhaus präsentiert. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stellte die Pläne gemeinsam mit Wirtschaftskammer-NÖ-Präsident Wolfgang Ecker und Hotelbetreiber Ferdinand Schachner vor.

Der Tourismus ist für Niederösterreich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Rund zwei Milliarden Euro Umsatz werden laut Land Niederösterreich in diesem Bereich erwirtschaftet. Im vergangenen Jahr wurden rund drei Millionen Gästeankünfte verzeichnet.

Drei zentrale Ziele für Niederösterreich

Mit der neuen Strategie verfolgt das Land drei wesentliche Ziele: Tourismusbetrieben soll die tägliche Arbeit erleichtert und Bürokratie reduziert werden. Gleichzeitig soll weiter in die Qualität touristischer Angebote investiert werden.

Der dritte Schwerpunkt liegt auf der Gewinnung zusätzlicher Gäste. Niederösterreich möchte sich verstärkt als ganzjähriges Reise- und Ausflugsziel positionieren – sowohl auf dem österreichischen Markt als auch international.

An der Ausarbeitung der Strategie waren nach Angaben des Landes mehr als 200 Personen aus unterschiedlichen Bereichen der Tourismuswirtschaft beteiligt.

Mehr Gäste aus den östlichen Nachbarländern

Eine konkrete Zielsetzung betrifft die internationalen Märkte. Niederösterreich möchte vor allem in den östlichen Nachbarländern stärker auftreten.

Bis zum Jahr 2030 soll das Nächtigungsvolumen aus diesen Märkten um 100.000 zusätzliche Nächtigungen gesteigert werden.

Weiterhin setzt das Land auf vier zentrale Bereiche: Ausflugstourismus, Urlaubstourismus, Gesundheitstourismus und Wirtschaftstourismus. Natur- und Aktivangebote sowie bekannte touristische Angebote wie der Weinherbst sollen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Digitalisierung soll Betriebe unterstützen

Auch die Digitalisierung ist Teil der neuen Ausrichtung. Dabei soll moderne Technik vor allem dazu beitragen, Arbeitsabläufe in den Betrieben zu erleichtern.

Wirtschaftskammer-NÖ-Präsident Wolfgang Ecker verwies gleichzeitig auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche. Erfolgreicher Tourismus brauche wirtschaftlich gesunde Betriebe. Neben weniger Bürokratie seien unter anderem leistbare Energie und niedrigere Lohnnebenkosten wichtige Faktoren.

Hotelbetreiber Ferdinand Schachner betonte zudem die Bedeutung kontinuierlicher Investitionen in die Qualität. Digitalisierung solle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen und ihnen letztlich mehr Zeit für die persönliche Betreuung der Gäste ermöglichen.

Tourismus bleibt wichtiger Faktor für die Regionen

Von einer erfolgreichen Tourismusentwicklung profitieren nach Ansicht der Verantwortlichen nicht nur Hotels und Gastronomiebetriebe. Gäste sorgen auch in zahlreichen anderen Branchen für zusätzliche Wertschöpfung.

Gerade für die niederösterreichischen Regionen spielen Ausflugs- und Urlaubsgäste damit eine wichtige Rolle. Die neue Tourismusstrategie 2030+ soll die Grundlage schaffen, Niederösterreich in den kommenden Jahren als Urlaubs-, Ausflugs- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.


Quelle: Land Niederösterreich, 6. Oktober 2026

Originalmeldung des Landes Niederösterreich

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