75 Jahre NÖ Landarbeiterkammer

LH Mikl-Leitner: „75 Jahre, in denen Generationen von Menschen in der Land- und Forstwirtschaft angepackt haben“

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Auf der Schallaburg wurde gestern, Freitag, das 75-jährige Bestehen der niederösterreichischen Landarbeiterkammer gefeiert. Im Rahmen eines Festaktes mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Präsident Andreas Freistetter, Vizepräsidentin Judith Hartl, Vizepräsident Franz Sigl sowie zahlreichen Funktionärinnen und Funktionären, Vertreterinnen und Vertretern der Landarbeiterkammern aus ganz Österreich, Direktoren der Landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs und den Sozialpartnern wurde sowohl auf die vergangenen 75 Jahre zurückgeblickt als auch ein Ausblick auf die Zukunft geworfen.

75 Jahre NÖ Landarbeiterkammer
v.l.n.r.: NÖ LAK-Präsident Andreas Freistetter, NÖ LAK-Vizepräsidentin Judith Hartl, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und NÖ LAK-Vizepräsident Franz Sigl bei der Festveranstaltung zu 75 Jahre Landarbeiterkammer Niederösterreich. © NLK Filzwieser

„Wenn wir 75 Jahre Landarbeiterkammer Niederösterreich feiern, dann feiern wir auch 75 Jahre, in denen Generationen von Menschen in der Land- und Forstwirtschaft angepackt und vor allem auch sehr viel an Verantwortung übernommen haben“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Diese Verantwortung gelte dem Lebens- und Naturraum, den Regionen, den Forsten und Feldern sowie der gesamten Lebensmittelproduktion. All jene, die über Jahre und Jahrzehnte in der Land- und Forstwirtschaft gearbeitet hätten, hätten einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, „dass es Niederösterreich gelungen ist, zum Agrarland Nummer eins zu werden und zu einem erfolgreichen Wirtschaftsland“. Auf diesem Weg habe es viel Einsatz und vor allem drei zentrale Tugenden gebraucht: Leistung, Eigenverantwortung und Hausverstand, so Mikl-Leitner.

Die Landeshauptfrau betonte, dass Betriebe in der Land- und Forstwirtschaft sowohl heute als auch künftig unverzichtbar seien. Die Zukunft bleibe herausfordernd, verwies sie auf den Klimawandel und den vergangenen Sommer, der von großer Hitze und Dürre geprägt gewesen sei. Mikl-Leitner zeigte sich überzeugt, dass land- und forstwirtschaftliche Betriebe auch in Zukunft Perspektiven hätten, sofern man an den richtigen Schrauben drehe und mit der Entwicklung Schritt halte. So müsse etwa darüber nachgedacht werden, resiliente Pflanzen anzubauen. „Es braucht weiterhin Menschen, die mit Leidenschaft und Begeisterung in diesem Bereich arbeiten und sich permanent fortbilden“, so die Landeshauptfrau. Sie verwies auf die vergangenen Jahrzehnte: „Die letzten 75 Jahre haben gezeigt, dass man sich gerade im Bereich der Land- und Forstwirtschaft immer den Herausforderungen angenommen habe.“

Andreas Freistetter, Präsident der Landarbeiterkammer Niederösterreich, betonte, dass man als Interessensvertretung besonders gefordert sei, mit den Entwicklungen Schritt zu halten, die richtigen Themen aufzugreifen und gemeinsam mit den richtigen Partnern nach Lösungen zu suchen und diese auch umzusetzen. In den vergangenen Jahren sei dabei vieles gelungen – etwa im Bildungsbereich, in der Rechtsberatung, bei der Unterstützung der Mitglieder, im kulturellen Bereich, in der Öffentlichkeitsarbeit sowie im Rahmen der Sozialpartnerschaft. „Wir waren immer am Zahn der Zeit und haben versucht nach vorne zu denken“, so Freistetter. Die Mitglieder könnten sich auf die Landarbeiterkammer verlassen, diese sei vertrauenswürdig, betonte der Präsident, dass gerade das persönliche Gespräch bei aller Unterstützung durch die Technologie das Entscheidende sei. Mit Fokus auf die Zukunft betonte er die Wichtigkeit, junge Menschen anzusprechen, um einen Beruf in der Land- und Forstwirtschaft zu wählen.

Im Gespräch mit Moderatorin Birgit Perl betonte Judith Hartl, Vizepräsidentin der Landarbeiterkammer Niederösterreich, die Bedeutung der Sozialpartnerschaft und des Miteinanders: „In so rasanten Zeiten wie jetzt, wo sehr viele Herausforderungen auf uns zukommen, ist es wichtig, dass es Raum gibt, wo man alles ansprechen kann, wo ein wertschätzendes Miteinander eine Gesprächsbasis bietet, wo alles gehört werden kann.“ Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, sagte, dass die Jahrhunderte zurückblickend, es die Schwierigkeiten und Herausforderungen in der Landwirtschaft gewesen seien, die uns immer wieder auch vorangebracht hätten. Er sprach als besondere Herausforderungen den Klimawandel und die Konkurrenz am Arbeitsmarkt an, aber auch den wirtschaftlichen Druck. „Was wir für Fähigkeiten haben müssen, das gibt uns die Zeit vor“, betonte Schmuckenschlager die Bildung als wichtigen Punkt für die Weiterentwicklung.

Unter den weiteren Ehrengästen waren u.a. die Nationalratsabgeordneten Lukas Brandweiner und Georg Strasser, der Landtagsabgeordnete Alexander Schnabel, Bezirkshauptfrau Daniela Obleser und Schollachs Bürgermeister Martin Berger. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von „Die Lustigen Hohenlehner & Unterleitner“. Im Anschluss fand für alle LAK NÖ-Mitglieder ein Open Air Konzert mit der Liveband „Mountain Crew“ statt.

Nähere Informationen: https://www.landarbeiterkammer.at/noe.


Quelle Amt der NÖ Landesregierung am 19. September 2026

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