Boom der Bürgerenergie: Bereits über 100.000 Niederösterreicher in Energiegemeinschaften

Niederösterreich setzt ein starkes Zeichen für die regionale Energiewende und festigt seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz.

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Beim österreichweiten Bürgerenergie-Gipfel in St. Pölten zog LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf eine beeindruckende Bilanz: Bereits mehr als 100.000 Menschen im Bundesland teilen sich ihren Strom mittlerweile über eine Energiegemeinschaft. Ein lokaler Pionier aus dem Bezirk Mödling durfte sich bei diesem zukunftsweisenden Gipfeltreffen über eine ganz besondere Auszeichnung freuen.

Der Trend zu erneuerbarer Energie direkt aus der Nachbarschaft reißt nicht ab. Die Vorteile liegen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer klar auf der Hand: Sie profitieren von stabileren, günstigeren Stromkosten und machen sich Schritt für Schritt unabhängig von fossilen Energieimporten. Doch es geht um mehr als nur den eigenen Geldbeutel. Laut Pernkopf stärkt die Bürgerenergie das Bewusstsein für den eigenen Verbrauch und kurbelt massiv die regionale Wirtschaftskraft an.

Auszeichnung für die EEG Guntramsdorf

Unter den rund 300 Vertreterinnen und Vertretern aus ganz Österreich, die zum Erfahrungsaustausch nach St. Pölten reisten, befand sich auch ein echtes Erfolgsteam aus unserer Region. Die Erneuerbare Energiegemeinschaft EEG Guntramsdorf aus dem Bezirk Mödling wurde im Rahmen des Gipfels mit dem Innovationspreis für wegweisende Best-Practice-Projekte geehrt.

Das Modell aus Guntramsdorf zeigt eindrucksvoll, wie moderne, dezentrale Stromversorgung funktioniert: Es verknüpft lokale und regionale Energiegemeinschaften sowie gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen in einem einzigen, intelligenten System. Eine eigens entwickelte Softwareplattform nutzt dabei präzise Verbrauchs-, Erzeugungs- und sogar Wetterprognosen, um die Energieflüsse optimal zu steuern und den Strom genau dort zu nutzen, wo er erzeugt wird. Abgerundet wird das Guntramsdorfer Vorzeigeprojekt durch faire, anreizbasierte Tarifmodelle, digitale Services und eine persönliche Energieberatung direkt vor Ort.

Neuer Schwung durch gesetzliche Änderungen

Für weiteren Aufschwung in der Szene wird das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) sorgen, welches am 5. Oktober 2026 in Kraft tritt. Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen vor allem die Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten massiv stärken. Das macht das Modell der Bürgerenergie für Haushalte und Betriebe in Zukunft noch flexibler und attraktiver.

Damit der Einstieg gelingt, setzt das Land auf starke Partnerschaften: Die Energieberatung Niederösterreich informiert Haushalte vollkommen unabhängig und kostenlos. Gleichzeitig begleitet die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu) Gemeinschaften von der ersten Idee über die Gründung bis hin zum laufenden Betrieb.

  • Energiegemeinschaften in Ihrer Nähe suchen? Einen schnellen regionalen Überblick liefert die Plattform www.stromverbindet.gv.at.
  • Allgemeine Informationen zur Bürgerenergie gibt es unter www.energie-noe.at/energiegemeinschaften.

Quellen- und Copyright-Vermerk:
Quelle: Frei abgeändert und redaktionell aufbereitet nach einer Presseaussendung des Amtes der NÖ Landesregierung (Landespressedienst) vom 24. September 2026.
Copyright: Amt der NÖ Landesregierung / Für den Inhalt des Blogartikels: imbezirk.at

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