ÖAMTC-Winterreifentest 2026: Nur sechs von 32 Reifen überzeugen

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Der Winter rückt näher – und damit für viele Autofahrer auch der Wechsel auf Winterreifen. Doch welcher Reifen bietet tatsächlich Sicherheit bei Schnee, Nässe und trockener Fahrbahn? Der aktuelle ÖAMTC-Winterreifentest 2026 zeigt deutliche Unterschiede. Von insgesamt 32 getesteten Modellen erreichen lediglich sechs die Bewertung „gut“. Neun Reifen fallen sogar mit „nicht genügend“ durch.

Getestet wurden jeweils 16 Winterreifen in den Dimensionen 185/65 R15 und 225/50 R17. Dabei zeigt sich einmal mehr: Ein bekannter Markenname alleine ist noch keine Garantie für ein rundum gutes Ergebnis.

Nasse Fahrbahn wird für einige Reifen zum Problem

Winterreifen müssen längst nicht nur auf Schnee funktionieren. Gerade in unseren Breiten gehören nasse Straßen während der kalten Jahreszeit zum Alltag. Genau hier offenbart der aktuelle Test teilweise erhebliche Unterschiede.

Besonders deutlich werden diese beim Bremsen. Laut ÖAMTC sind die besten Reifen im Test bereits zum Stillstand gekommen, während schwächere Modelle noch mit Restgeschwindigkeiten von fast 50 km/h unterwegs sind.

Ein Unterschied, der im Straßenverkehr entscheidend sein kann.

Deshalb fließen nicht nur die Eigenschaften auf Schnee, sondern auch das Verhalten bei Nässe und auf trockener Fahrbahn wesentlich in die Gesamtbewertung ein.

Diese Winterreifen erreichen die Note „gut“

In der Dimension 225/50 R17 konnten vier Modelle eine gute Gesamtbewertung erzielen:

  • Pirelli Cinturato Winter 3
  • Continental WinterContact TS 870
  • Goodyear UltraGrip Performance 3
  • Michelin Alpin 7

Bei den kleineren Reifen der Dimension 185/65 R15 schaffen es lediglich zwei Modelle in die Kategorie „gut“:

  • Continental WinterContact TS 870
  • Michelin Alpin 7

Damit gehören Continental und Michelin zu den Herstellern, deren getestete Modelle in beiden untersuchten Dimensionen eine gute Gesamtbewertung erreichen.

Bekannte Marke bedeutet nicht automatisch besser

Interessant ist auch ein Blick auf das Mittelfeld. Bei den Reifen der Dimension 185/65 R15 schneiden beispielsweise der Linglong Sport Master Winter und der Optimo Winter Touring OW41 mit „befriedigend“ ab.

Damit liegen sie in der Gesamtbewertung vor einigen wesentlich bekannteren Marken. Bridgestone, Nokian und Vredestein kommen bei den getesteten Modellen dieser Dimension beispielsweise nur auf ein „genügend“.

Das zeigt, warum beim Reifenkauf nicht ausschließlich auf den Hersteller oder den Preis geschaut werden sollte. Entscheidend ist das konkrete Reifenmodell in der benötigten Dimension.

Auf Schnee gut – trotzdem durchgefallen

Besonders spannend ist, dass selbst hervorragende Eigenschaften auf Schnee nicht automatisch zu einer guten Gesamtbewertung führen.

Der Sunwide Snowide erzielt bei den Reifen der Dimension 225/50 R17 auf Schnee die beste Bewertung. Wegen deutlicher Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn erhält der Reifen insgesamt trotzdem ein „nicht genügend“.

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Rockblade Rock 868S in der Dimension 185/65 R15. Auch dieser Reifen überzeugt auf Schnee, weist jedoch auf trockener und insbesondere auf nasser Fahrbahn erhebliche Defizite auf und fällt dadurch im Gesamtergebnis durch.

Der Test macht damit deutlich: Ein guter Winterreifen muss möglichst viele unterschiedliche Wetter- und Straßenbedingungen sicher beherrschen.

Auch Laufleistung und Umweltbilanz spielen eine Rolle

Neben der Fahrsicherheit berücksichtigt der ÖAMTC bei seinem Reifentest auch Umweltkriterien. Dazu zählen unter anderem Laufleistung, Reifenabrieb, Effizienz, Geräuschentwicklung und Nachhaltigkeit.

Bei den getesteten Kleinwagenreifen in der Dimension 185/65 R15 fällt die Bilanz besonders auf: Kein Modell erreicht bei der Umweltbewertung insgesamt ein „gut“.

Die prognostizierte Laufleistung liegt bei diesen Reifen im Durchschnitt bei rund 31.000 Kilometern und damit vergleichsweise niedrig.

Bei den größeren Reifen der Dimension 225/50 R17 sieht die Situation besser aus. Hier gibt es Modelle, die sowohl bei der Fahrsicherheit als auch bei den Umweltkriterien gute beziehungsweise ausgewogene Ergebnisse erzielen.

Worauf sollte man beim Kauf von Winterreifen achten?

Der Winterreifentest zeigt, dass einzelne Spitzenwerte nur einen Teil der tatsächlichen Qualität eines Reifens widerspiegeln. Ein Reifen, der hervorragend auf Schnee funktioniert, kann beispielsweise bei Regen deutliche Schwächen haben.

Vor dem Kauf lohnt es sich daher, die Ergebnisse für die konkret benötigte Reifendimension anzusehen und dabei insbesondere auf eine möglichst ausgewogene Leistung zu achten.

Gerade im Winter können sich die Straßenverhältnisse innerhalb kurzer Zeit ändern: morgens feuchte oder vereiste Fahrbahn, tagsüber trockene Straßen und wenige Tage später Schnee. Ein guter Winterreifen sollte mit möglichst allen diesen Situationen zurechtkommen.

ÖAMTC-Winterreifentest 2026: Viele Modelle scheitern an Ausgewogenheit
© ÖAMTC

Fazit: Große Unterschiede beim Winterreifentest 2026

Das Ergebnis des ÖAMTC-Winterreifentests 2026 fällt deutlich aus: Von 32 getesteten Winterreifen erreichen nur sechs die Note „gut“, während neun Modelle mit „nicht genügend“ bewertet werden.

Besonders große Unterschiede zeigen sich auf nasser Fahrbahn. Gleichzeitig beweist der Test, dass weder ein bekannter Markenname noch eine besonders gute Leistung auf Schnee alleine für einen guten Winterreifen ausreichen.

Wer vor der Wintersaison neue Reifen benötigt, sollte deshalb nicht nur auf Preis und Hersteller achten, sondern die Testergebnisse für die eigene Reifendimension vergleichen.

Quelle: ÖAMTC, Winterreifentest 2026, veröffentlicht am 22. September 2026.

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