🌿 Gartln im Herbst: Was jetzt im Garten zu tun ist

Ernten, schneiden, pflanzen und vorbereiten – im Herbst gibt es im Garten noch einiges zu tun

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Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und langsam färben sich die ersten Blätter. 🍁 Für viele beginnt damit die Zeit, in der der Garten wieder etwas in den Hintergrund rückt. Dabei ist gerade der Herbst eine wichtige Jahreszeit für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner.

Jetzt wird nicht nur geerntet und aufgeräumt. Viele Arbeiten, die wir im September und Oktober erledigen, entscheiden darüber, wie gut Pflanzen durch den Winter kommen und wie der Garten im kommenden Frühjahr startet. 🌱

🥕 Ernten, was der Garten noch hergibt

Im Gemüsegarten ist die Saison noch lange nicht vorbei. Tomaten, Paprika, Zucchini und andere wärmeliebende Kulturen können weiter geerntet werden, solange die Temperaturen mitspielen. Vor den ersten Frostnächten sollten empfindliche Früchte allerdings rechtzeitig ins Haus geholt werden.

Robustere Gemüsearten dürfen wesentlich länger im Beet bleiben. Dazu zählen beispielsweise Lauch, verschiedene Kohlsorten, Mangold und einige Wurzelgemüse.

Auch bei Äpfeln, Birnen und anderen Herbstfrüchten beginnt jetzt die Haupterntezeit. 🍎🍐 Fallobst sollte regelmäßig eingesammelt werden. Gesundes Obst lässt sich verarbeiten, beschädigte oder kranke Früchte sollten nicht unnötig unter den Bäumen liegen bleiben.

🍂 Wohin mit dem vielen Laub?

Kaum beginnt der Herbst, stellt sich jedes Jahr dieselbe Frage: Muss das ganze Laub weg?

Nein – zumindest nicht überall. 😉

Auf dem Rasen sollte eine dicke Laubschicht regelmäßig entfernt werden, weil sie Licht und Luft abhält. Auch Wege und Stiegen hält man aus Sicherheitsgründen besser frei.

Unter Sträuchern, Hecken und auf geeigneten Beeten darf Laub hingegen durchaus liegen bleiben. Dort bildet es eine natürliche Schutzschicht und bietet zahlreichen kleinen Gartenbewohnern ein Winterquartier.

Auch ein Laubhaufen in einer ruhigen Gartenecke kann wertvoll sein. Vielleicht zieht dort sogar ein Igel ein. 🦔

🌾 Stauden nicht radikal zurückschneiden

Der perfekt aufgeräumte Garten ist nicht unbedingt der beste Wintergarten.

Vertrocknete Samenstände und Stängel vieler Stauden können über den Winter stehen bleiben. Sie bieten Insekten Schutz 🐝 und sorgen gleichzeitig dafür, dass der Garten auch in den kalten Monaten Struktur behält.

Ein gründlicher Rückschnitt kann bei vielen Stauden deshalb bis zum Frühjahr warten.

Was krank, faulig oder von Pilzen befallen ist, sollte hingegen entfernt werden.

🌱 Noch einmal den Rasen pflegen

Auch der Rasen freut sich über etwas Aufmerksamkeit. Solange das Gras wächst, kann weiterhin gemäht werden. Beim letzten Mähen sollte der Rasen allerdings nicht extrem kurz geschnitten werden.

Herabgefallenes Laub regelmäßig entfernen und kahle Stellen gegebenenfalls noch ausbessern.

Wer düngen möchte, sollte auf einen Herbstrasendünger zurückgreifen und nicht einfach den stickstoffreichen Dünger aus dem Frühjahr verwenden.

🌳 Der Herbst ist Pflanzzeit

Was viele unterschätzen: Der Herbst gehört zu den besten Pflanzzeiten des Jahres.

Der Boden ist noch vergleichsweise warm, gleichzeitig sorgen niedrigere Temperaturen und häufigere Niederschläge dafür, dass neu gesetzte Pflanzen weniger unter Hitze und Trockenheit leiden. 🌧️

Viele Bäume, Sträucher, Hecken, Stauden und Rosen können jetzt gepflanzt werden, sofern der Boden nicht gefroren oder völlig durchnässt ist.

Auch beim Umpflanzen bestehender Gehölze kann der Herbst – je nach Pflanzenart – ein geeigneter Zeitpunkt sein.

🌷 Blumenzwiebeln fürs Frühjahr setzen

Wer sich im März und April über die ersten Farbtupfer freuen möchte, muss bereits jetzt daran denken.

Tulpen, Narzissen, Krokusse, Schneeglöckchen und viele weitere Frühlingsblüher werden im Herbst gesetzt. 🌷

Besonders schön wirkt es, wenn die Zwiebeln nicht einzeln in schnurgeraden Reihen, sondern in kleinen Gruppen gepflanzt werden.

Und dann heißt es warten: Den größten Teil der Arbeit erledigt die Natur während des Winters. ❄️

🪴 Kübelpflanzen im Auge behalten

Bei Pflanzen in Töpfen und Kübeln ist jetzt ein wenig Planung gefragt. Nicht jede Kübelpflanze verträgt Frost.

Empfindliche Arten müssen rechtzeitig in ein geeignetes Winterquartier gebracht werden. Winterharte Topfpflanzen können draußen bleiben, brauchen im Topf aber häufig zusätzlichen Schutz, weil ihre Wurzeln stärker der Kälte ausgesetzt sind als Pflanzen im Gartenboden.

Töpfe können beispielsweise geschützt an eine Hauswand gestellt und mit geeigneten Materialien isoliert werden.

Wichtig bleibt auch im Winter das Gießen: Immergrüne Pflanzen verdunsten weiterhin Wasser und können bei längeren trockenen Perioden Wassermangel bekommen. 💧

🥬 Gemüsebeete nicht einfach leer lassen

Ist ein Beet abgeerntet, muss es nicht zwangsläufig bis zum Frühjahr als nackte Erde liegen bleiben.

Je nach Zeitpunkt kann noch eine geeignete Gründüngung ausgesät werden. Alternativ lässt sich der Boden mit organischem Material oder einer Mulchschicht schützen.

Kompost kann ebenfalls eingesetzt werden. Allerdings muss nicht jedes Beet im Herbst kräftig gedüngt werden – was sinnvoll ist, hängt davon ab, was dort im kommenden Jahr wachsen soll.

♻️ Kompost: Jetzt fällt reichlich Material an

Im Herbst liefert der Garten jede Menge Material für den Kompost. Pflanzenreste, Rasenschnitt und Laub können zu wertvollem Humus werden.

Eine gute Mischung ist dabei entscheidend. Große Mengen nasses Laub oder Rasenschnitt sollten nicht zu einer dicken, kompakten Schicht zusammenfallen. Besser ist es, feuchtes Material mit trockenen und gröberen Bestandteilen zu mischen.

Kranke Pflanzenteile gehören je nach Erkrankung besser nicht auf den normalen Gartenkompost.

🚿 Wasserleitungen und Gartengeräte nicht vergessen

Spätestens bevor stärkere Fröste angekündigt werden, sollten auch die praktischen Dinge erledigt werden.

Außenwasserleitungen, Bewässerungssysteme und frostgefährdete Anschlüsse kontrollieren beziehungsweise entleeren. Gartenschläuche werden geleert und geschützt eingelagert.

Rasenmäher, Heckenschere, Spaten und andere Geräte freuen sich ebenfalls über eine Reinigung. 🧹 Wer Werkzeug jetzt ordentlich einwintert, erspart sich im Frühjahr einiges an Arbeit.

🦔 Und was darf ruhig liegen bleiben?

Nicht jede Ecke muss blitzblank sein.

Ein paar Blätter unter der Hecke, trockene Pflanzenstängel, Samenstände, kleine Äste und eine etwas wildere Gartenecke sind kein Zeichen mangelnder Gartenpflege.

Ganz im Gegenteil: Sie können wertvolle Rückzugsorte für Insekten, Vögel und andere Tiere sein. 🐦🐞🦔

Der moderne Herbstgarten darf deshalb durchaus ein bisschen unordentlich aussehen. 🍁

📝 Jetzt schon an das nächste Gartenjahr denken

Wenn die Gartensaison langsam ausklingt, ist auch der richtige Zeitpunkt für eine kleine Bestandsaufnahme.

Welche Tomatensorte hat besonders gut funktioniert? 🍅 Wo war es im Sommer zu trocken? Welche Pflanzen standen am falschen Platz? Wo fehlt Schatten? Und welches Gemüse möchten wir im kommenden Jahr ausprobieren?

Ein paar Notizen oder Fotos helfen enorm. Denn spätestens im Februar, wenn die ersten Saatgutpackungen wieder locken, sind viele Details aus dem vergangenen Sommer längst vergessen.

Denn eines ist sicher: Nach dem Gartenjahr ist vor dem Gartenjahr. 🌱🌷


Quelle MAIService Kreativabteilung am 18. September 2026

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